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Ischinger übt deutliche Kritik am Verlauf des Davos-Gipfels
München: Deutliche Kritik am Verlauf des Weltwirtschaftsforums hat Wolfgang Ischinger geübt. Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz sprach wörtlich von einem "Zirkus in Davos". Dort habe man sich über Grönland unterhalten statt über die Ukraine. Das sei tragisch. Denn die Politiker hätten ein Signal an Moskau senden sollen, dass der Ukraine-Krieg zu Ende gehen müsse. Stattdessen sei beim Streit um Grönland viel transatlantisches Porzellan beschädigt worden, so Ischinger im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Er wies jedoch auch darauf hin, dass die Ukraine ohne die Hilfe aus den USA nicht gewinnen könne. Vertreter von Russland, der Ukraine und den USA verhandeln heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein Ende des Ukraine-Kriegs. Moskau erklärte, man sei aufrichtig daran interessiert. Werde aber bis zu einer Einigung seine Ziele auf dem Schlachtfeld verfolgen. ( BAYERN 2-Nachrichten 23.01.2026 10:00)
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EU will stärker in der Arktis präsent sein
Brüssel: Die Europäische Union will künftig stärker in der Arktis präsent sein. Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte nach dem EU-Sondergipfel zur Grönlandkrise, man habe bislang zu wenig in die Sicherheit der Region investiert und es sei an der Zeit, die Anstrengungen zu verstärken. Die Kommission werde bald ein umfassendes Investitionspaket vorlegen. Die EU, so von der Leyen weiter, werde ihre gestiegenen Verteidigungsausgaben auch für arktistaugliche Ausrüstung wie einen europäischen Eisbrecher einsetzen. Zugleich warnten die Staats- und Regierungschefs die USA vor neuen Drohungen gegen die Insel. Das ausgesetzte Handelsabkommen mit Washington soll wieder aktiviert werden. Bundeskanzler Merz sagte in Brüssel, es habe sich gezeigt, dass die EU etwas bewirken könne, wenn sie geschlossen und entschlossen auftrete. ( BAYERN 2-Nachrichten 23.01.2026 07:00)
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Merz und zehn Minister treffen sich mit Meloni
Rom: Bundeskanzler Merz trifft heute mit der italienischen Regierungschefin Meloni zusammen. Mit 10 Ministerinnen und Ministern ist er nach Rom gereist. Geplant sind Gespräche über die wirtschaftliche Zusammenarbeit, eine engere Abstimmung in Verteidigungsfragen sowie die Migrationspolitik. Beide Länder wollen ihre wirtschaftlichen Beziehungen vertiefen, Handelsbarrieren abbauen. Außerdem soll bei der gemeinsamen Kabinettssitzung darüber gesprochen werden, wie es nach dem Grönland-Konflikt mit den Beziehungen zu den USA weitergehen soll. ( BAYERN 2-Nachrichten 23.01.2026 07:00)
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Gewerkschaften befürchten Probleme bei der Ganztagsbetreuung an Grundschulen
Berlin: Die Gewerkschaft Bildung und Erziehung warnt vor Problemen bei der Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Der ab Sommer geltende Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung könne nicht überall umgesetzt werden, sagt der Vorsitzende Neckov. In einer Umfrage habe jede vierte Schule angegeben, dass sie nicht für alle im Sommer eingeschulten Kinder eine Ganztagsbetreuung gewährleisten kann. Probleme sind meist fehlende Räume und zu wenig Personal. Vor allem in den westdeutschen Ländern fehlen demnach Zehntausende Betreuungsplätze. Der Rechtsanspruch gilt ab 1. August zunächst für Kinder in den ersten Klassen; danach soll er jedes Jahr ausgeweitet werden. ( BAYERN 2-Nachrichten 23.01.2026 06:00)
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Bayerischer DGB-Chef Stiedl wirft Minister Aiwanger Untätigkeit in Wirtschaftskrise vor
München: Bayerns DGB-Chef Stiedl hat mit Blick auf die wachsenden Arbeitslosen- und Kurzarbeitszahlen im Freistaat dem bayerischen Wirtschaftsminister Aiwanger Untätigkeit vorgeworfen. Es liege im Verantwortungsbereich des Ministers, wenn 38.000 Industriearbeitsplätze in Bayern verloren gingen, sagte Stiedl der "Augsburger Allgemeinen". Es gehe nicht, dass sich Aiwanger feiern ließe, wenn es gut läuft, und er nichts dafür könne, wenn es schlecht läuft. Bayerns DGB-Chef erwartet stattdessen von Aiwanger, dass er alle Beteiligten - und damit auch die Gewerkschaften - an einen runden Tisch bringt. Stiedl kritisierte auch die von Kanzler Merz angefachte Debatte um Mehrarbeit in Deutschland. ( BAYERN 2-Nachrichten 23.01.2026 07:00)
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Japans Regierungschefin löst Parlament auf
Tokio: Japans Ministerpräsidentin Takaichi hat das Parlament aufgelöst und damit den Weg für eine vorgezogene Neuwahl freigemacht. Beobachter vermuten, dass sich die beliebte Regierungschefin durch die Wahl für anstehende Reformprojekte den Rückhalt der Bevölkerung sichern will. Takaichi wurde im Oktober als erste Frau an die Regierungsspitze Japans gewählt. Ihre Partei hat nur eine kleine Mehrheit im Unterhaus, sie selbst kommt derzeit auf Zustimmungswerte von rund 70 Prozent. Sie tritt für eine militärische Aufrüstung und eine strengere Migrationspolitik ein. ( BAYERN 2-Nachrichten 23.01.2026 10:00)
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E-Zigaretten werden immer beliebter
Berlin: E-Zigaretten werden immer beliebter. Laut Statistischem Bundesamt gab es bei den Produkten im vergangenen Jahr ein Plus von 18 Prozent. Konsumiert wurden 1,5 Millionen Liquids. Ein Minus gibt es bei herkömmlichen Produkten, also bei Zigaretten, Zigarren, Zigarillos und Wasserpfeifentabak. Überraschende Ausnahme ist lediglich der Pfeifentabak, in diesem Segment beträgt die Zunahme etwa drei Prozent. Insgesamt wurden 66,4 Milliarden Zigaretten registriert. In der Statistik tauchen allerdings nur versteuerte Waren auf. Weil der Schwarzmarkt nicht erfasst ist, könnte die tatsächliche Menge der Rauchwaren also höher liegen. ( BAYERN 2-Nachrichten 23.01.2026 10:00)
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Warnstreik bei den bayerischen Staatstheatern und Dienstag im Gesundheitswesen
München: Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem ganztägigen Warnstreik in den bayerischen Staatstheatern aufgerufen. Betroffen sind die Staatsoper, das Bayerische Staatsschauspiel mit dem Residenztheater, das Gärtnerplatztheater, das Prinzregententheater in München sowie das Staatstheater in Augsburg und das in Nürnberg. Der Streikaufruf richtet sich an das nicht-künstlerische Personal, also Beleuchter oder Bühnentechniker. Ob durch die Aktion Vorstellungen ausfallen, ist noch unklar. Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat und höhere Zuschläge für Sonntags- oder Schichtarbeit. Die Arbeitgeber lehnen die Forderung als nicht finanzierbar ab. ( BAYERN 2-Nachrichten 23.01.2026 08:00)
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Tennis: Zverev spielt gegen Briten Norrie
Zum Tennis: Bei den Australien Open spielt Tennisprofi Alexander Zverev gegen Cameron Norrie um den Einzug ins Achtelfinale. Im Match gegen den 27. der Weltrangliste ist Zverev Favorit. Die Partie hat verspätet vor einer halben Stunde begonnen. - Der Weltranglisten-Erste Alcaraz steht bereits im Achtelfinale. ( BAYERN 2-Nachrichten 23.01.2026 10:00)
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Wetter: Teils bewölkt, teils freundlich. Höchstwerte -6 bis +6 Grad.
Das Wetter in Bayern: Viele Wolken oder Hochnebel und nur vereinzelt Sonne. Höchstwerte minus 6 bis plus 6 Grad. In der Nacht Frost bis minus 10 Grad. Morgen viele Wolken, etwas Schnee oder Regen. Auch am Sonntag meist trüb. Tagsüber Werte um den Gefrierpunkt. ( BAYERN 2-Nachrichten 23.01.2026 06:00)