Nachrichten
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Diesjähriger Karlspreis geht an Mario Draghi
Aachen: Mario Draghi erhält den diesjährigen Karlspreis, und zwar vor allem wegen seiner Verdienste um den Euro während der Finanzkrise. Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank und Ex-Regierungschef von Italien sei Wissenschaftler und Manager, erklärte der Vorsitzende des Karlspreis-Direktoriums, Laschet. Draghi habe Europäische Visionen entwickelt. Sein Lebenswerk sei die Rettung des Euro. Auch heute müssten die Wettbewerbsfähigkeit und Handlungsfähigkeit Europas sichergestellt werden, so Laschet. Der heute 78-jährige Draghi hatte 2012 als EZB-Chef mit den Worten "whatever it takes" versprochen, alles zu tun, um die Währungsunion in der Schuldenkrise zu erhalten - vor allem mit dem Ankauf von Staatsanleihen. Dadurch beruhigten sich die Finanzmärkte seinerzeit. Der Karlspreis wird am 14. Mai in Aachen überreicht. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 15:00)
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Unterzeichnung des Mercosur-Abkommens steht kurz bevor
Asunción: Nach über 25 Jahren Verhandlungen unterzeichnen Vertreter der EU und von vier südamerikanischen Ländern des Staatenbunds Mercosur in Kürze ein Freihandelsabkommen. An der Zeremonie in der paraguayischen Hauptstadt Asunción nimmt auch EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen teil. Gemäß der Vereinbarung bekommen Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay mehr Zugang zum europäischen Markt für landwirtschaftliche Produkte. Exporte betreffen zum Beispiel Instant-Kaffee, Geflügel und Orangensaft. Umgekehrt profitiert beispielsweise Europas Automobil- und Chemieindustrie. Die EU setzt mit dem Freihandelsabkommen auf eine Diversifizierung ihrer Handelspartner und auf Multilateralismus. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 16:00)
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DGB Bayern warnt vor Aufweichungen beim Arbeitszeitgesetz
München: Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bayern hat sich klar hinter den Acht-Stunden-Tag gestellt. Das Arbeitszeitgesetz sei hart erkämpft und der einzige verlässliche Schutz vor Überlastung und gesundheitlichen Schäden, hieß es in einer Pressemitteilung. Hintergrund sind jüngste Aussagen aus der Union: CSU-Generalsekretär Huber warb dafür, flexiblere und längere Arbeitszeiten möglich zu machen. Zuvor hatte Bundeksanzler Merz das Arbeitszeitgesetz als verzichtbar bezeichnet. ( BAYERN 1-Nachrichten 17.01.2026 16:00)
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Nach Skandal in Zweibrücken wächst Druck auf Bundesverteidigungministerium
Berlin: Nach rechtsextremistischen und sexistischen Vorfällen bei den Fallschirmjägern im rheinland-pfälzischen Zweibrücken wächst der Druck auf das Bundesverteidigungsministerium. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Otte, forderte, eine bereits seit mehr als einem Jahr diskutierte Dunkelfeldstudie zu Sexismus in der Bundeswehr endlich fertigzustellen. Bisher liege lediglich eine Projektskizze vor. Eine belastbare Analyse sei unerlässlich, um gezielte und wirksame Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen entwickeln zu können, sagte Otte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Ataman, dringt auf ein entschiedenes Vorgehen zum Schutz von Soldatinnen. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 14:00)
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Schah-Sohn ruft zu neuen Protesten im Iran auf
Teheran: Schah-Sohn Reza Pahlavi hat von seinem Exil in den USA aus die iranische Bevölkerung zu neuen Protesten aufgerufen. Auf der Plattform X schrieb er wörtlich: "Die Welt sieht euren Mut und wird eurer nationalen Revolution klarere und praktischere Unterstützung anbieten." Nach Pahlavis Worten sollen die Iraner heute und morgen um 20.00 Uhr "ihre Stimme aus Wut und Protest" erheben. Konkreter wurde er nicht. Der Schah-Sohn zeigte sich zudem optimistisch, dass US-Präsident Trump den Demonstrierenden im Iran Beistand leisten werde. Die Proteste im Land waren wegen des harten Vorgehens der Sicherheitskräfte zuletzt abgeflaut. Die Regierung in Teheran hat unterdessen seit heute laut Bewohnerberichten wieder das Senden von SMS-Textnachrichten zugelassen. Der Internetzugang bleibt dagegen gesperrt. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 14:00)
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Hangrutsch beschädigt Wohnhaus in Landau an der Isar
Landau an der Isar: In der niederbayerischen Stadt ist ein Hang abgerutscht: Dadurch wurde ein Wohnhaus mit Garage beschädigt. Verletzt wurde den Einsatzkräften zufolge niemand. Ursache war nach ersten Erkenntnissen eine undichte Wasserleitung. Die Feuerwehr sichert derzeit den Hang. Die Höhe des Schadens ist noch unklar. ( BAYERN 1-Nachrichten 17.01.2026 15:00)
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Schockanruf in der Oberpfalz endet mit Festnahme
Regensburg: In der Oberpfalz ist ein Geld- und Goldübergabe nach einem sogenannter Schockanruf mit Hilfe des vermeintlichen Opfers vereitelt worden. Einem Mann aus Kallmünz war telefonisch mitgeteilt worden, dass seine Tochter einen tödlichen Unfall verursacht habe. Um ihr eine Haft zu ersparen sei eine Kaution von 30.000 Euro und 90 Gramm Gold nötig. Der Mann ging zum Schein darauf ein und verständigte die Polizei. Bei dem Treffpunkt wurde der serbische Abholer festgenommen. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 13:00)
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2. Fußball-Bundesliga: Nürnberg gewinnt, Fürth verliert und ist Tabellenletzter
Zum Fußball: In der zweiten Liga hat Greuther Fürth ein wichtiges Spiel im Kampf gegen den Abstieg verloren. Beim bisherigen Tabellenletzten Dresden unterlagen die Fürther mit 0:2 und stehen nun selbst am Ende der Tabelle. Der 1. FC Nürnberg drehte gegen Elversberg die Partie und gewann mit 3:2. Karlsruhe holte in Münster einen 2:0-Sieg. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 15:00)
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Snowboarderin Ramona Hofmeister holt nächsten Weltcupsieg
Zum Wintersport: Mehrere deutsche Athletinnen sind heute bereits aufs Podest gefahren. Snowboarderin Ramona Hofmeister holte in Bulgarien ihren zweiten Weltcupsieg im dritten Rennen. Sie setzte sich im Parallel-Riesenslalom im Finale durch. In der alpinen Abfahrt in Tarvisio holte sich Kira Weidle-Winkelmann hinter der Italienerin Nicol Delago Platz Zwei. Emma Aicher wurde Fünfte. Bob-Pilotin Laura Nolte reichte in Altenberg ein dritter Platz im Monobob, um sich in der Disziplin den Gesamtweltcup zu sichern. Und in der nordischen Kombination wurde Nathalie Armbruster in Oberhof Zweite hinter der Norwegerin Ida Marie Hagen. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 14:00)
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Das Wetter in Bayern: zumeist trüb, in der Nacht verbreitet Frost
Das Wetter in Bayern: Bis zum Abend zumeist trüb bei höchstens 8 Grad. In der Nacht verbreitet Nebel. Abkühlung auf Tiefstwerte zwischen +1 und -6 Grad. Morgen weiterhin trüb, nur an den Alpen und im höheren Bayerischen Wald sonnig bei Höchstwerten zwischen -2 und +9 Grad. Am Montag und Dienstag immer mehr Sonne. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 16:00)