Aktuelle Nachrichten
Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks
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Mercosur-Abkommen wird in Südamerika unterzeichnet
Rio de Janeiro: Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay steht vor der Unterzeichnung. Im Vorfeld bekräftigten Kommissionspräsidentin von der Leyen und Brasiliens Staatschef Lula noch einmal die Bedeutung. Bei einem Stopp in Rio de Janeiro sprach von der Leyen von einer "Errungenschaft einer ganzen Generation". Brasiliens Präsident Lula sagte, man habe mehr als ein Vierteljahrhundert auf das Abkommen hingearbeitet. Auch EU-Ratspräsident Costa lobte den Mercosur-Vertrag. Die Vereinbarung regelt eines der größten Freihandelsabkommen der Welt mit über 700 Millionen Einwohnern. Der Vertrag wird am späten Nachmittag unserer Zeit in Paraguay unterzeichnet. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 12:00)
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Bündnis will auf Grüner Woche gegen Mercosur-Abkommen demonstrieren
Berlin: Die größte Agrarmesse der Welt, die Grüne Woche in Berlin, geht in ihr erstes Besucherwochenende. Gleichzeitig ruft das Bündnis "Wir haben es satt" zu einer Großdemo für eine umwelt- und artgerechte Landwirtschaft auf. Die Initiatoren kritisierten im Vorfeld auch das Mercosur-Abkommen, das zwischen der EU und südamerikanischen Staaten eine große Freihandelszone schaffen soll. Es bedeute - so wörtlich - "Abholzung, Ausbeutung und Umweltzerstörung in den Ländern des Globalen Südens". Das Abkommen soll heute Nachmittag unserer Zeit nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen unterzeichnet werden. ( BAYERN 1-Nachrichten 17.01.2026 11:00)
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Merz kritisiert Krankenstand der Deutschen als zu hoch
Bad Rappenau: Bundeskanzler Merz hat die aus seiner Sicht hohe Zahl an Krankheitstagen deutscher Beschäftigter kritisiert. Es seien im Schnitt 14,5 Tage, sagte der CDU-Politiker bei einer Wahlkampfveranstaltung in Baden-Württemberg. Das seien fast drei Wochen, in denen die Menschen in Deutschland aus Krankheitsgründen nicht arbeiten, sagte Merz. Wörtlich fügte er hinzu: "Ist das wirklich notwendig?" Der Kanzler stellte in dem Zusammenhang auch die telefonische Krankschreibung in Frage. Die Regelung gilt seit 2021. Ob sie tatsächlich zu mehr Krankmeldungen geführt hat, ist umstritten. Die Krankenkasse AOK etwa geht nicht davon aus. Wirkungsvoll sei dagegen die elektronische Krankmeldung, heißt es. Diese führe zu einer vollständigeren Erfassung der Fehlzeiten. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 06:00)
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Regierungssprecherin dementiert Bericht über geplanten Personalumbau
Berlin: Die Bundesregierung hat einen Bericht dementiert, wonach Kanzler Merz das Kabinett personell umbauen will. Eine Regierungssprecherin sagte, dies sei nicht geplant. Der "Spiegel" hatte berichtet, Merz erwäge eine größere Personalrochade im Kabinett und an der Spitze der Unionsfraktion. Das Vertrauensverhältnis zwischen Merz und Fraktionschef Spahn sei schon lange gestört, verlautete dem Magazin zufolge aus der Umgebung des Kanzlers. ( BAYERN 1-Nachrichten 17.01.2026 11:00)
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Ukrainische Delegation ist zu Verhandlungen in den USA eingetroffen
Kiew: Die Ukraine erlebt gerade den härtesten Kriegswinter seit dem russischen Einmarsch vor fast vier Jahren. Hunderttausende Menschen haben weder Strom noch Heizung - bei zweistelligen Minusgraden. Derweil gehen die Gespräche über eine Beendigung des Krieges weiter. Vertreter der Ukraine sind im US-Bundesstaat Florida eingetroffen. Sie wollen mit dem US-Sondergesandten Witkoff und dem Schwiegersohn des Präsidenten Kushner unter anderem über Sicherheitsgarantien für Kiew sprechen. Moskau hat bislang alle Anpassungen des ursprünglichen US-Plans zurückgewiesen. ( BAYERN 1-Nachrichten 17.01.2026 12:00)
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Im Iran können wieder Textnachrichten verschickt werden
Teheran: Im Iran bleibt der Zugang zum globalen Internet den zehnten Tag in Folge wegen der Massenproteste gesperrt. Seit heute gestattet die Regierung aber wieder das Senden von SMS-Textnachrichten, wie Bewohner aus der Hauptstadt Teheran berichteten. Zum Ausland bleibt der Kontakt allerdings unterbrochen. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 12:30)
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Naturschutzbund lobt Hochseeabkommen
Berlin: Der Naturschutzbund Deutschland hat das UN-Abkommen zum Hochseeschutz begrüßt, das heute in Kraft getreten ist. Dieses sei ein ganz wichtiger und längst überfälliger Schritt, sagte ein NABU-Vertreter im Westdeutschen Rundfunk. Besonders wichtig sei die Verpflichtung, Umweltverträglichkeitsprüfungen durchzuführen, wenn größere Eingriffe in die Meeresumwelt passieren. Jetzt müsse man möglichst schnell Meeresschutzgebiete auf der Hohen See ausweisen, auch in Deutschland, so der Experte. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 12:00)
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US-Gericht stärkt Rechte von Demonstranten
Minneapolis: Ein Gericht im US-Bundesstaat Minnesota hat die Rechte von Demonstranten gestärkt, die dort gegen die Einwanderungspolizei ICE protestieren. Eine Bundesrichterin erklärte, friedliche Demonstrierende und Autofahrer dürften nicht festgenommen oder mit Pfefferspray vertrieben werden. Die Proteste hatten sich zuletzt ausgeweitet, nachdem ein ICE-Polizist eine unbewaffnete Mutter in ihrem Auto mit mehreren Schüssen getötet hatte. Minnesota und die Stadt Minneapolis werden von Demokraten regiert. US-Präsident Trump sprach jüngst von "korrupten Politikern". Nun berichtet der US-Fernsehsender CBS, das Justizministerium habe Ermittlungen gegen Gouverneur Walz und Bürgermeisterin Frey aufgenommen. Ihnen werde Behinderung von Bundesbeamten vorgeworfen. Frey sprach daraufhin von einem offensichtlichen Einschüchterungsversuch. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 10:00)
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Schockanruf in der Oberpfalz endet mit Festnahme
Regensburg: In der Oberpfalz ist ein Geld- und Goldübergabe nach einem sogenannter Schockanruf mit Hilfe des vermeintlichen Opfers vereitelt worden. Einem Mann aus Kallmünz war telefonisch mitgeteilt worden, dass seine Tochter einen tödlichen Unfall verursacht habe. Um ihr eine Haft zu ersparen sei eine Kaution von 30.000 Euro und 90 Gramm Gold nötig. Der Mann ging zum Schein darauf ein und verständigte die Polizei. Bei dem Treffpunkt wurde der serbische Abholer festgenommen. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 13:00)
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Das Wetter in Bayern: Nur in höheren Lagen Sonne bei höchstens 8 Grad
Das Wetter in Bayern: In höheren Lagen Sonne, sonst vielerorts nach wie vor zäher Hochnebel bei Höchstwerten zwischen -1 und +8 Grad. In der Nacht verbreitet Nebel. Abkühlung auf Werte zwischen +1 und -6 Grad. Morgen weiter trüb und neblig. Am Montag und Dienstag zunehmend freundlicher und etwas milder. ( BAYERN 2-Nachrichten 17.01.2026 12:00)
Neue Kurzgeschichten
Teil 2 von "Hin und zurück ... oder weg" - Erlebtes zwischen Bottrop und Bad Reichenhall - ist am 27.02.2024 erschienen.
Freuen Sie sich auf 37 neue Alltagsgeschichten, die durchgehend mit viel wissenswerten Fakten, einer gehörigen Portion Humor, einem Augenzwinkern und manchmal auch einer schonungslosen persönlichen Meinung garniert sind.
"Hin und zurück ... oder weg" - Teil 2 - ist ab sofort im Handel, im Internet und bei mir erhältlich. Als eBook steht es ebenfalls zur Verfügung (derzeit zum Einführungspreis).